Zum Inhalt springen
obias Handtke vor der Baustellenzufahrt der neuen Anlage in Ardestorf Foto: Tobias Handtke

23. Februar 2021: SPD sieht weiter Handlungsbedarf

Grünabfallentsorgung gleichzeitig bürgerfreundlicher und umweltfreundlicher gestalten

Ausführlich wurde der Antrag der SPD-Fraktion zur Verbesserung der Grünabfall-entsorgung im Landkreis Harburg in der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz diskutiert.

Ziel des SPD-Antrags ist, die Regelungen für die Annahme von Grünabfall auf den unterschiedlichen Entsorgungsanlagen im Landkreis Harburg zu vereinheitlichen. Insgesamt soll die Bewirtschaftung der Grünabfälle ökologischer und bürger-freundlicher gestaltet werden. Der Antrag im Einzelnen:

Die kostenlose Grünmüllabgabe wird für alle Entsorgungsanlagen des LK Harburg von 0,5 cbm auf 1,0 cbm erhöht.

Die Abgabe von mehr als 1,0 cbm wird zukünftig gegen eine Gebühr möglich sein.

Mit Sonderzeiten auf den Anlagen und Ausweitung von Aktionstagen in den Gemeinden („Schreddern“) werden hohe Aufkommen berücksichtigt und den Bürger*innen angeboten.

Konzentration und Kontrolle auf die Abgabe von Grünabfällen aus dem LK Harburg. Die Beschäftigten an den Annahmestellen werden unterstützt, dass eine Abgabe von Dritten nicht ermöglicht wird.

Die Umsetzungen dieser Maßnahmen sind nach einem Jahr zu evaluieren, inwieweit sich die abzugebenden Mengen auf die verschiedenen Möglichkeiten verändert haben (Grünmüllsäcke, Biotonne, Wertstoffannahmestellen).

„Wir sind davon überzeugt, dass unnötige Fahrten reduziert werden können, in dem die kostenfrei abzugebenden Mengen erhöht werden. Die Gesamtmenge an Grünabfall im Landkreis Harburg wird sich dadurch nicht verändern“, ist Christa Beyer, Sprecherin der Fraktion im Ausschuss überzeugt. „Sehr wohl aber bleibt aus unserer Sicht zu steuern, dass die Abgabe möglichst ökologisch und bürgerfreundlich organisiert wird“ ergänzt Fraktionsvorsitzender Tobias Handtke. „Für die Bürger aus dem Nordwesten des Landkreises bedeutet es auch eine Einschränkung des Service, da mit der neuen Anlage in Ardestorf die Öffnungszeiten eingeschränkt sind. Deutlich sinnvoller wäre darum die Erhöhung der Annahmemenge und damit insgesamt eine Reduzierung der Anfahrten zu den Annahmestellen,“ erläutert Handtke. „Wir sollten bei der Bewirtschaftung der Grünabfälle in der neuen Annahmestelle des Landkreises in Ardestorf neue Wege zur Verbesserung der Situation erproben“ schlägt Handtke vor.

„Die Abfallberatung des Landkreises Harburg sollte darüber hinaus noch intensiver den für die Bürgerinnen und Bürger bequemen Service der Abholung über die Biotonne oder die Grünabfallsäcke bewerben“ plädiert Christa Beyer „auch damit werden Fahrten vermieden“.

Der Antrag der SPD-Fraktion zur Verbesserung der Entsorgung von Grünabfall im Landkreis Harburg ist nach kontroverser Diskussion auf die nächste Ausschusssitzung vertagt worden.

„Leider haben wir uns nicht durchgesetzt und eine Verbesserung bereits zur Öffnung der neuen Anlage in Ardestorf wurde verhindert. Wir hätten uns gewünscht, dass die anderen Fraktionen mehr Motivation gezeigt hätten, die Grünmüllabgabe bürgerfreundlicher, serviceorientierter und ökologisch sinnvoller aufzustellen.“ Die Verwaltung soll nun bis zur nächsten Sitzung weitere Daten zur Grünabfallentsorgung vorlegen. „Unseren Antrag werden wir dann wieder aufrufen, ganz sicher,“ gibt sich Handtke abschließend entschlossen.

Christa Beyer und Tobias Handtke

Vorherige Meldung: Bau der A26 kappt Radwege!

Nächste Meldung: Bebauung mit der SPD geht nur mit einer Seniorenwohnanlage!

Alle Meldungen