Rückblick zur 3. Etappe der „Tour de Neu Wulmstorf“
Die „Tour de Neu Wulmstorf“ fand am 26. Juli zum dritten Mal statt. Thomas Grambow, Ratsmitglied und Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses, Martin Stawinski, SPD-RatsKandidat aus Rübke sowie Bürgermeister-Kandidat Tobias Handtke standen für Berichte und Auskünfte zur Verfügung. Seit 2011 bietet die SPD Neu Wulmstorf diese Rundgänge an, um mit Bürgerinnen und Bürgern über Erreichtes in der alten Wahlperiode und Wünschenswertes für die neue zu sprechen.
Station 1: Treffpunkt an der Buskehre Moorender Straße
Thomas Grambow, Martin Stawinski und Tobias Handtke begrüßten die Teilnehmer*innen herzlich und sammelten hier am Treffpunkt erst einmal Fragen ein: Was sind die Themen, die die Rübker Bürgerinnen und Bürger bewegen? Zur Sprache kam selbstverständlich die Verkehrssituation. Rübke hatte mit seinen Durchgangstrassen schon immer mit Verkehrsbelastung zu tun. Die A 26 brachte neue, zum Teil sehr belastende Verkehrssituationen. Weiterhin geht es um Grabenreinigung, Lärmschutz, Bepflanzung der Autobahn-Abtrennung, Fahrradwege, Baupläne und möglicherweise auch Bauspekulation, Breitbandversorgung – und um Spielplätze und Bücher.
Am Standort Buskehre Moorender Straße berichtete Tobias Handtke von der Aufgabe und den Möglichkeiten der Gemeinde, die Wirtschaftswege in Stand zu halten. Dies sei für die Betriebe wichtig, stelle aber auch einen bedeutsamen Freizeitaspekt dar. Die Rübker Wiesen und Obstgärten sind nach wie vor ein beliebtes Nacherholungsgebiet.
Station 2: Spielplatz an der Buxtehuder Straße mit Bücher-Tausch-Telefonzelle
Andreas Bartels von der AG Dorferhaltung Rübke (ADR) brachte mit seinem Bericht zur Bücher-Tausch-Telefonzelle ein, dass die Dorfgemeinschaft in Rübke nach wie vor den guten Zusammenhalt fördert. So habe der Spielplatz als öffentliches Angebot eine wichtige Funktion, denn die Sitzbänke sind ein beliebter Treffpunkt nicht nur für die Dorfjugend. Die ADR will dies nun weiter fördern, indem hier eine Telefonzelle zum kostenfreien Bücher- und Spieletausch hergerichtet wird.
Auf dem Weg zum alten Feuerwehrhaus, das neben dem vormaligen Rübker Schulgebäude steht und jetzt in Privatbesitz ist, spricht Martin Stawinski über weitere Gemeinschaftsaktivitäten. So werde nach wie vor Erntedank gefeiert. Es gibt viele Bürger-Aktivitäten, deren Abschluss oft im neuen Feuerwehrhaus auch gefeiert wird. Es sei für die Rübker und Rübkerinnen ein besonderes Anliegen, dass auch neue Einwohner in die Dorfgemeinschaft integriert werden. Das sei aber nicht so einfach, wenn dafür keine besondere Infrastruktur vorhanden ist.
Jedoch müsse man auch verstehen, dass für die kleine Dorfgemeinschaft mit etwa 600 Einwohner*innen ein eigenes Dorfgemeinschaftshaus kaum finanzierbar sein wird. Zumal viele andere Investitionen wichtig sind. Dafür habe man auch Verständnis. Dass das neue Feuerwehrhaus genutzt werden kann, ist der Gemeinde zu verdanken, aber eben auch den sehr engagierten Feuerwehrleuten aus Rübke.
Station 3: Straße Zum Bruch mit Lärmschutzwand der A 26
Bei der unbewohnten Häuseransammlung müsse abgewartet werden, wie sich der Eigentümer entscheidet, was mit den Gebäuden und Grundstücken im Rahmen der genehmigten Möglichkeiten geschehen soll. Tobias Handtke berichtet, dass der Rat der Gemeinde und die Verwaltung auf die Einhaltung der B-Pläne achten wird.
An dieser Stelle wird weiter besprochen, dass in Rübke nach wie vor die Gegebenheiten des Grund und Bodens zu berücksichtigen sind. Der Marschboden gibt immer wieder mal besondere Aufgaben auf, wenn beispielsweise Umspannhäuschen, Wasseranschlüsse oder Fahrradwege absacken. Auch die Grabenreinigung sei ein Problem für Anwohner, berichtet eine Anwohnerin. Denn wenn diese spät im Jahr erfolgt, können die Gräben in ihrer Funktion, das Wasser abzuleiten, gestört sein.
Am Ende der Straße Zum Bruch eröffnet sich dann der „malerische“ Blick auf die Lärmschutzwand der A 26. Es wird erörtert, warum auf dieser Seite zum Rübker Dorf keine Bepflanzung angebracht wurde. Dafür gebe es technische Gründe aber die Autobahn GmbH muss sich Gedanken machen, wie eine begrünter Sichtschutz anderweitig erfolgen kann, so Tobias Handtke.
Station 4: Unfertige Brücke über die A 26 und Neuenfelder Hinterdeich
Die Autobahnbrücke der L235 soll nach Aussage der Autobahn GmbH im 1. Halbjahr 2027 fertiggestellt sein, berichtet Tobias Handtke. Die A26 wird nach Aussagen der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) Ende 2028 vollumfänglich an die A7 angeschlossen. Es sei leider zu konstatieren, dass die Informationspolitik der DEGES in der Vergangenheit nicht immer reibungslos verlief. So hofft er darauf, dass die Gemeinde inzwischen richtig über den Baufortschritt informiert ist. Schwierig bleibe auch die Verkehrssituation insgesamt. Es ist nicht zu erwarten, dass Rübke vom Durchgangsverkehr verschont wird, wenn der Anschluss A26/A7 erfolgt ist. So wird die Buxtehuder Straße voraussichtlich weiter von Buxtehudern benutzt, solange die dortigen Anschlussstellen unfertig bleiben. Auch der Nord-Süd-Verkehr wird den Ort weiter belasten. Eine Maßnahme wird sein, die Straße Nincoper Deich in ihrer Wertigkeit zur Kreisstraße herunterstufen zu lassen, so dass Verkehrsberuhigungsmaßnahmen durch das Land und Landkreis erfolgen können. Die früher einmal geplante Ortsumgehung wurde verworfen, weil Hamburg sich für eine regionale Lösung verweigerte.
In diesem Zusammenhang wurde sich der Fortschritt der A26 auf der Höhe der neuen Wirtschaftswegbrücke über die A26, Höhe des Elstorfer Heuwegs und Nincoper Moorweg angeschaut. Eine wichtige und für viele Radpendler zentrale Nord-Süd Verbindung. Die Beschaffenheit zur Befahrung soll noch in diesem Jahr hergestellt werden. Bei den Verkehrsprojekten ist sichtbar Bewegung zu sehen, das ist nach der langen Zeit von Verzögerungen, Belastungen und Einschränkungen ein wichtiges Zeichen.
Eine gute Nachricht für Rübker Busnutzer*innen war weiterhin, dass die Bushaltestelle Buxtehuder Str. 6 zum Ende des Jahres mit einem barrierefreien Zugang ausgebaut wird. Die Umsetzung erfolgt voraussichtlich zum Anfang des 4. Quartales 2026.
Weitere Tour-Termine, jeweils um 10.30 Uhr
09.08. Neu Wulmstorf-Süd, Wulmstorf, Daerstorf. Start am Rathaus
16.08. Bachheide, Ohlenbüttel, Rade, Mienenbüttel. Start in Elstorf „Zum Florian“
23.08. Gewerbe in Neu Wulmstorf. Start am Rathaus