Willkommen Unser Bürgermeister Interview mit dem Bürgermeister März 2011
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Interview mit dem Bürgermeister März 2011

Die Wahlperiode des Gemeinderates neigt sich dem Ende entgegen. Zum selben Zeitpunkt vor 5 Jahren wurde auch unser Bürgermeister Wolf Rosenzweig in sein Amt gewählt. Anlass für ein Gespräch, das unser Vorstandsmitglied Helge Poppendiek mit Wolf Rosenzweig am 1.3.2011 führte.

Im Herbst wird ein neuer Gemeinderat gewählt. Was ist aus Sicht des Bürgermeisters in den abgelaufenen 5 Jahren gelungen?

 

Der Schwerpunkt lag eindeutig darin, ein familienfreundliches Neu Wulmstorf zu gestalten. Dazu gab es vielfältige Aktionen. Ich erwähne hier vor allem die Gründung des Bündnisses für Familie, den Mittagstisch an der Hauptschule, den Ausbau der Schülerbetreuung, die Schaffung weiterer Krippenplätze, die Organisation des Einsatzes von „Notfall-Tagesmüttern“ und vieles andere mehr.

Was ist in der absehbaren Zukunft noch zu tun (in der nächsten Wahlperiode des Rats)?

Wir müssen viel tun, um den demografischen Wandel zu bewältigen und die angemessene Daseinsvorsorge für unsere Bürgerinnen und Bürger gewährleisten. Dies ist gewissermaßen mein Leitbild für die Zukunft. Dazu müssen wir die Fragen beantworten: Wie soll sich die Gemeinde weiter entwickeln? Ist davon auszugehen, dass die Bevölkerungszahl in Neu Wulmstorf noch weiter wächst? Welche Bebauungspläne brauchen wir noch?

Ein wesentlicher, begrenzender Faktor für neu Pläne wird die Finanzlage der Gemeinde darstellen.

wolf_02Es gibt aber auch noch konkrete Defizite aufzuholen: Wir brauchen weitere Sportplätze und ganz vordringlich eine neue Sporthalle. Die planerischen Aktivitäten kommen dafür jetzt in Gang.

Hat es Enttäuschungen gegeben?

Nein. Ich erinnere mich an keine Situation in den letzten Jahren, in der ich massiv enttäuscht wurde. Über den jüngsten Beschluss der Ratsmehrheit, die Infrastrukturabgabe abzuschaffen, war ich natürlich nicht glücklich, weil damit der Gemeinde wichtige finanzielle Mittel entzogen werden. Aber das ist politisches Tagesgeschäft, mit dem ich umgehen kann.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Ratsfraktionen?

Trotz einzelner Kontroversen, die naturgemäß dazugehören, war und ist die Zusammenarbeit gut und ich wünsche mir, dass dies in der Zukunft so bleibt.

Wie ist die Zusammenarbeit mit den Vereinen und Gruppen in der Gemeinde?

Die Zusammenarbeit ist trotz gelegentlicher Interessenkonflikte ausgesprochen gut. Ich bin immer wieder beeindruckt von dem großen Ausmaß der Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement. Dies geht nach meiner Einschätzung weit über den Durchschnitt anderer Gemeinden hinaus.

Welche wichtigen Investitionen hat die Gemeinde absehbar vor sich?

Wir müssen Phantasie und Kreativität in das Leitbild der Gemeinde für die Zukunft investieren.
Wir müssen auch künftig Geld in die Hand nehmen für den weiteren Ausbau von Krippenplätzen und die Kinderbetreuung. Die oben erwähnte Sporthalle wird auch erhebliche finanzielle Mittel erfordern. Vielleicht müssen wir auch über weitere (Generationen-übergreifende) Begegnungsstätten nachdenken. Und ich will nicht ausschließen, dass die Gemeinde mit finanziellen Mitteln die Erhaltung von Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge fördern muss.

Was muss sich mittelfristig verändern (z.B. in der nächsten Amtsperiode des Bürgermeisters?

Die Zusammenarbeit mit Hamburg in z.B. der Bauleitplanung, im Nahverkehr und weitergehend bei der Verkehrsinfrastruktur wird hoffentlich deutlich verbessert. Ich bin zuversichtlich, dass durch die Veränderung der Mehrheitsverhältnisse in der Hamburger Bürgerschaft und der Harburger Bezirksversammlung die Kommunikation mit den Hamburger Institutionen einen positiven Schub bekommt.

Wolf, ich danke für dieses Gespräch.

 

 

 

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